Wochenstube der Kleinen Hufeisennase in Ilanz GR gesichert

Im Herbst 2002 entdeckte die Lokale Fledermausschützerin Susanne Zinsli die Besetzung des alten Militärspitals in Ilanz durch Kleine Hufeisennasen. Eine nachfolgende Kontrolle des Gebäudes bestätigte, dass es sich um eine Wochenstube handeln musste. Seit Frühjahr 2003 wurde der Bestand adulter Tiere in der Baracke durch die Lokale Fledermausschützerin regelmässig erfasst. Nach 10 Jahren Bestandsüberwachung zeigt sich ein sehr erfreuliches Bild: Die Kolonie hat sich auf rund 100 adulte Tiere verdoppelt.
Da Kleine Hufeisennasen stark bedroht sind, ist die Wochenstube von nationaler Bedeutung. Pro Natura Graubünden konnte nun im Sommer 2012 das Gebäude nach langwierigen Verhandlungen von der armasuisse erwerben. Damit ist es gelungen, das Quartier der Kleinen Hufeisennase langfristig zu sichern.
Rechtzeitig vor der Rückkehr der Kleinen Hufeisennase aus dem Winterquartier hat Pro Natura GR zudem mit Hilfe einer Zivilschutzgruppe die nötigen Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Der Fledermausschutz Graubünden wird die Entwicklung der Kolonie weiterhin überwachen und dokumentieren.

Bild: Erich Mühlethaler