Sensationelle Nachweise im Kanton BL


Céline Martinez, Kantonale Fledermausschutz-Beauftragte BL, wies bei einer Höhle im Rahmen eines Überwachungsprojektes diesen Frühling ein Drittel aller einheimischen Fledermausarten nach. Darunter war z.B. eine Kleine Hufeisennase, eine Art, die erstmals seit 62 Jahren wieder im Kanton BL aufgefunden wurde. Die Stiftung Fledermausschutz stellte für das Projekt eine Lichtschranke mit Fotoinstallation zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nebst den „üblichen“ Fledermausarten, welche in Höhlen überwintern, gelangen auch Nachweise seltener bis sehr seltener Arten wie Bechstein- und Wimperfledermaus sowie Kleine und Grosse Hufeisennase (im Bild). Für die Hufeisennasen sind dies die ersten Nachweise im Kanton Baselland seit 62, respektive 39 Jahren! Insgesamt wurden 10 von 30 einheimischen Fledermausarten an der Höhle nachgewiesen.

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Eine in ihre Flügel gehüllte überwinternde Kleine Hufeisennase wurde beim „Geo-Cachen“ bereits im Jahr 2015 fotografiert. Das Foto der Fledermausseltenheit wurde zwei Jahre später von einer aufmerksamen Lokalen Fledermausschützenden im Internet entdeckt und an Céline Martinez gesendet. Aufgrund dieses Hinweises entschied sie sich, am Höhleneingang eine Lichtschranke zu installieren.

Die vom Winterschlaf erwachenden Fledermäuse wurden beim Verlassen der Höhle von  der Lichtschranke der Stiftung Fledermausschutz gezählt und von jedem Tier wurde automatisch ein Foto zur Artenbestimmung gemacht. Es ist davon auszugehen, dass die Höhle im Winter zwischen 20 und 50 Tiere beherbergt.

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