Fledermauskasten

Ersatz für fehlende Baumhöhlen und Fassadenspalten

Warum Fledermauskästen?
In der Schweiz leben mehr als zwei Dutzend Fledermausarten. Viele davon verstecken sich tagsüber in Baumhöhlen oder in Fassadenspalten von Gebäuden. Sie verkriechen sich in hohlen Baumstämmen, in alten Spechthöhlen, in Aushöhlungen bei Astabbrüchen und unter der aufgesprungenen Borke toter Bäume. Doch solche «Fledermauswohnungen» sind in vielen Gegenden Mangelware.

 

 

 

 

Fledermauskästen lindern die Wohnungsnot
Mit speziellen Fledermauskästen kann besonders die «Wohnungsnot» der Baumfledermäuse zwischenzeitlich gelindert werden. Geeignete Orte um Fledermauskästen aufzuhängen sind Waldränder, Lichtungen, Ufergehölze, Alleen und Obstgärten. Aber auch an Häusern kann der Einsatz von Fledermauskästen sinnvoll sein, wenn geegnete Verstecke fehlen.

Wo aufhängen?
Baumfledermäuse wechseln immer wieder ihre «Wohnung». Man sollte darum immer gleichzeitig drei bis fünf Fledermauskästen an einigen nebeneinander stehenden Bäumen aufhängen. Die Kästen sollten möglichst besonnt und in 4 bis 8 Meter Höhe aufgehängt werden. Für Abendsegler sind auch Höhen von 10 und mehr Metern optimal. Im Umkreis von 1-2 Meter um den Kasten dürfen keine Äste und Blätter den An- und Wegflug der Fledermäuse behindern.
Fledermauskästen können auch an Gebäuden aufgehängt werden. Auch hier gilt: gute Besonnung, keine Hindernisse wie Balkongeländer im Bereich des An- und Abflugweges, Idealhöhe 4 bis 8 Meter (für Abendsegler auch höher). Stellen, die nachts beleuchtet werden (Strassenlampen) sind ungeeignet.

 

 

 

 

Welchen Kastentyp wählen?
Fledermauskästen kann man selber bauen oder man kann Fertigkästen erwerben. Für den Besiedlugnserfolg ist es entscheidend, ob es in der Gegend, wo man Kästen aufhängt, Fledermäuse hat, welche auf der Suche nach neuen Versteckmöglichkeiten sind.
Wichtig ist die Kastenhöhe. Die Tiere sollten sich tief genug in den Kasten zurückziehen können. Wichtig ist auch die Kastentiefe - Fledermäuse zwängen sich gerne in enge Hohlräume, wo sie mit Bauch und Rücken Kontakt zur Unterlage haben. Variabel ist hingegen die Kastenbreite - je breiter, umso mehr Fledermäuse haben Platz!

Informieren Sie sich in unserem Merkblatt: Fledermauskästen (pdf 710kB)

Fixfertige Fledermauskästen der Marke Schwegler können Sie z. B. hier erwerben: www.kuepfer-gaeumann.ch.
Wir empfehlen folgende Typen (Marke Schwegler):

Als Ersatz für Baumhöhlenquartiere (Wälder, Hochstammobstgärten, Parkanlagen):
- Kasten-Typ 2FN (Fledermaushöhle)
- Kleinfledermaushöhle 3FN (für Gebiete mit hoher Siebenschläferdichte)

Sowohl für Gebäudefassaden als auch für Wälder, Hochstammobstgärten und Parkanlagen:
- 1FF (Fledermaushöhle)

Für Gebäudefassaden:               
- Fledermaus-Fassadenquartier zur Aussenmontage 1FQ
- Fledermaus-Wandschale zur Aussenmontage 2FE
- Fledermaus-Fassadenröhre zum Einmauern in die Gebäudefassade 1FR bzw. 2FR

Die Stiftung Fledermausschutz wünscht Ihnen viel Erfolg.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns «den Einzug Ihrer Untermieterinnen» melden: 044 254 26 80 oder fledermaus@zoo.ch.